Welcher E-Learner bist du?
Die gute Nachricht vorweg: E-Learning kann jeder. Und zwar egal, ob ich gern für mich alleine oder in der Gruppe arbeite. Daraus ergibt sich allerdings auch eine Notwendigkeit: Ich muss mir darüber im Klaren sein, wie viel Betreuung ich brauche, um an mein Ziel zu kommen. "Das didaktische Konzept, die Struktur eines Kurses sind entscheidend", sagt die Diplom-Pädagogin Marianne Wefelnberg. Sie arbeitet an der Universität Duisburg-Essen am Lehrstuhl für Mediendidaktik und Wissensmanagement.
"Was bringe ich mit?", sei deswegen gar nicht so sehr die Frage. Natürlich sitzt man oft allein vor dem Rechner und muss Aufgaben bearbeiten, während sich Freunde vielleicht gerade fürs Kino verabredet haben. Aber alleine ist man eben nicht bei jedem E-Learning-Angebot. Zu vielen Kursen gehören virtuelle Lerngruppen – Foren oder Chatrooms, in denen ich mich mit anderen austauschen oder Fragen stellen kann. Häufig gibt es auch einen Tutor.
Weiterbildung per Mausklick
Je schlechter ich mich also selbst organisieren kann, desto intensiver sollte die Kursbetreuung sein. Lerne ich jedoch grundsätzlich am besten allein, sollte ich ein eher offenes Angebot wählen. Dabei stehen mir alle Inhalte zur Verfügung und ich kann frei entscheiden, wann ich was bearbeite. Für weniger Strukturierte eignen sich Kurse, bei denen die Inhalte erst nach und nach freigeschaltet werden und es zum Beispiel Termine für Online-Konferenzen gibt. "Funktioniert das mal nicht, gibt es meist Alternativen – das Treffen wird aufgezeichnet oder man reicht seinen Teil schriftlich nach", erklärt Wefelnberg.
Trotzdem scheint einigen E-Learnern unterwegs die Puste auszugehen: Die Abbrecherquoten seien zum Teil sehr hoch. "Dabei ist es allerdings schwierig zu unterscheiden, ob jemand wirklich abgebrochen hat oder sich einfach nicht beteiligt – sich nicht traut, an der Diskussion teilzunehmen", sagt Wefelnberg. Bevor ich also zum stillen Teilnehmer werde, sollte ich für mich klären, welcher E-Learning-Typ ich bin.
Welcher E-Learning-Typ bist du? Mach unseren Test.
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E-Learning ist kein Mannschaftsspiel, virtuelle Gruppenarbeiten sind selten: Die Leistung anderer hängt nicht von deiner ab und die Abgabefristen musst du dir meist selber setzten. Hast du auch im Alleingang das Durchhaltevermögen, um Lernvorgaben einzuhalten?
- Ich bin ein guter Einzelspieler. Wenn ich alleine arbeite, klappt das besser als im Team.
- Erst in Gruppenarbeit gehe ich richtig auf. Ich brauche jemanden, der mir sagt, was ich machen soll und wann ich es abzugeben habe.
- Ich halte meine Fristen immer ein. Egal ob im Team oder alleine.
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Es ist Wochenende und deine Freunde wollen gemeinsam auf ein Konzert gehen – deine Lieblingsband ist in der Stadt! Du hast aber eigentlich noch zu lernen. Wie schwer fällt es dir, "nein" zu sagen?
- Gar nicht, ich bleibe zu Hause und lerne. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
- Ich fahre mit auf das Konzert. Man lebt schließlich nur einmal.
- Ich treffe meine Freunde und locke mich später zum Lernen ein.
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Im virtuellen Klassenzimmer stehst du nicht im persönlichen Kontakt zu deinen Dozenten und Kommilitonen. Verständnisprobleme klärt man häufig in Chatrooms und Diskussionsforen. Wie wichtig sind dir die "echten" Gespräche beim Lernen?
- Nicht so wichtig. Ich nutze jetzt schon viele Instant-Messaging-Programme und beteilige mich an Newsgroups, um mich zu informieren.
- Persönliche Gespräche sind mir sehr wichtig. Gedanken per E- Mail auszutauschen, ist zwar hilfreich, aber kein Ersatz für die zwischenmenschliche Begegnung.
- Mir ist der persönliche Kontakt wichtig, aber heutzutage kann man ja auch Skypen.
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Wenn du im Internet einen Kurs besuchst, ist das nicht wie in der Schule oder im Studium: Die "Lern-Atmosphäre" musst du dir selber schaffen. Hast du bei deinen Eltern oder in deiner WG ein ruhiges Plätzchen, wohin du dich zum Lernen zurückziehen kannst?
- Ja, ich habe bei mir zu Hause die Möglichkeit in Ruhe zu arbeiten.
- Ich müsste zum Lernen in die Bibliothek gehen, um mich konzentrieren zu können.
- Ich gehe mit dem Computer ins Cafe
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Du bist total müde und hast schlechte Laune. Das Letzte, was du jetzt brauchst, ist ein Online-Seminar mit Hausaufgaben. Kannst du dich motivieren?
- Ich reiße mich zusammen und mache mir einen starken Kaffee.
- Ich treffe Freunde und lege mich in die Sonne.
- Ich gehe joggen, um den Kopf frei zu bekommen. Danach klappt das mit der Konzentration schon.
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Wie oft gehst du beim Lernen am PC auf Facebook oder surfst im Internet?
- Nie. Das versuche ich zu trennen.
- Um ehrlich zu sein sehr oft.
- Ein, zwei Mal, nicht viel öfters.
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Kannst du beim Lösen von Testaufgaben der Verführung widerstehen, schnell noch einmal nachzublättern?
- Das mache ich nicht. Ich will mich doch nicht über meinen Fortschritt täuschen.
- Ich würde wahrscheinlich häufiger schauen,aber mit schlechtem Gewissen.
- Vielleicht würde es ein paar Mal vorkommen, aber selbst dabei lernt man ja dazu.
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Ob die Übertragung einer Vorlesungen im Internet, eine Präsentation zum Download oder Online-Tests am Ende einer Lerneinheit: Beim E-Learning arbeitest du mit unterschiedlichen digitalen Medien. Wie gerne arbeitest du mit neuen technischen Errungenschaften?
- Ich bin total fit was Technik angeht.
- Ich habe so gut wie gar keine Ahnung.
- Dafür müsste es noch reichen.
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Typ A
Zielsicher und willensstark: Du bringst alles mit, was ein erfolgreicher E-Learner braucht. Die einzige Herausforderung ist jetzt, den richtigen Kurs zu finden. Denn das Angebot ist groß! Am besten du sprichst mit einem Studienberater und hörst dich in deinem Freundeskreis um.
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Typ B
E-Learning hat viele Vorteile. Doch der persönliche Kontakt zum Dozenten und zu Kommilitonen scheint dir trotzdem wichtig zu sein. Wenn du keine Zeit für eine Vollzeitausbildung hast, könnte eine Kombination aus Präsenz- und Online- Unterricht genau das Richtige für dich sein. Im Internet findest du E-Learning Programme, die dir diese Zwischenlösung anbieten.
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Typ C
Pauken im Netz scheint eine Herausforderung für dich zu sein, aber das Potenzial ist da! Du musst es nur wirklich wollen. Denn zeitlich und räumlich ungebundenes Lernen heißt nicht, dass man sich auf die faule Haut legen kann. Mit einer großen Portion Selbstdisziplin kannst du E-Learning bewältigen und deine Lernziele ereichen.
Autorinnen:
Caroline Bernhardt (24) ist Studentin der Hamburg Media School. Sie hat u.a. Praktika im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung und bei den Vereinten Nationen in New York absolviert. Nach dem Studium möchte sie in der Öffentlichkeitsarbeit einer internationalen Organisation arbeiten.
Nicole Wehr (28) studiert Journalismus an der Hamburg Media School. Ihre ersten Texte veröffentlichte sie auf der Jugendseite ZiSH der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Weitere Erfahrungen sammelte sie beim Kindermagazin GEOlino und in der Wirtschaftsredaktion von NDR Info.
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